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Nordisch by Nature

Vom Schweigen der Lämmer in Hodorf zur Mitternachtssonne in Mora

Nach einem erfolgreichen Testdrive durch Holland und Stadtoldendorf – zwei Destinationen, die zwar geografisch nicht viel gemeinsam haben, aber immerhin beide ein „o“ enthalten– war es endlich soweit: Der große Norwegen-Trip konnte starten! Aber wer uns kennt, weiß: Wir nehmen nie den direkten Weg. Also erst mal ein kleiner Abstecher nach Hodorf. Muss man nicht kennen – ist aber auch nicht gefährlich.

In der Nähe von Hodorf hatten wir nämlich ein kulturelles Schmankerl auf dem Plan: Unser Freund Ernesto, der Ernest Hemingway von Itzehoe, las auf einer Vernissage aus seinem Roman „Die Stüssers“. Im Anschluss zeigte er Bilder die während seines Auftenthalts in Göteborg entstanden sind – also Kunst mit nordischem Nebel. Der passende Einstieg in unsere Reise gen Skandinavien.

Der örtliche Campingplatz bot alles, was das Herz begehrt: einen glasklaren Schwimmteich, jede Menge Schafe und – logisch – Lammsalami. Da schließt sich der Kreis auf delikate Weise.

Am Sonntagmorgen ging’s dann weiter: Fähre von Fynshavn nach Bøjden, ein Katzensprung, und dann direkt nach Malmö. Dort erwartete uns ein Campingplatz mit der wahrscheinlich grössten Kaninchenpopulation Südschwedens. Unser Hund? Völlig überfordert. Ich? Auch – nach der ersten Begegnung mit einer schwedischen Taco-Pizza. Ja, die gibt’s wirklich. Ein kulinarischer Unfall mit Charme, begleitet von einem lokalen Bier, das alles wieder gutmachte.

Am Montag: Autobahnfahrt nach Göteborg, dann weiter Richtung Trollhättan. Eigentlich wollten wir dort bleiben, aber Petrus hatte andere Pläne und ließ es regnen, als ob ein Wolkenlager ausverkauft werden müsste. Also weiter zu Laxsjöns Friluftsgård Camping – 100 Kilometer nördlich, aber genauso nass. Der Regen hörte auch nachts nicht auf, was beim Abbau des Camps für eine Stimmung sorgte wie beim Aufbau eines IKEA-Schranks ohne Anleitung.

Da wir ja eh schon komplett durchweicht waren, entschieden wir uns, den Etappenplan Etappenplan sein zu lassen, und fuhren einfach weiter bis Mora. Endlich: Sonne! Kein Restaurant, keine Extras, aber ein See und kein Regen. Das reicht völlig. Der mitgebrachte Wein passt perfekt zur Mitternachtssonne, die uns zeigt: Ihr seid jetzt im echten Norden angekommen.

Morgen geht’s weiter Richtung Polarkreis. Ziel: Rognan am Sonntag. Die Vorfreude ist groß – und der Weinvorrat zum Glück noch nicht leer. Skål! 🍷🐑🌧️🐰🌞

One Life. Live It!

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