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„Bockwurst, Brücken und ein Haus mit Meerblick „

Es begann wie jede gute Geschichte: mit einem harmlosen Vorschlag, der schnell eskalierte. „Warum nicht eine Woche Urlaub an Camillas Business-Trip nach Kopenhagen anhängen?“ – Warum nicht, in der Tat! Und ehe wir „Skål!“ sagen konnten, hatten wir ein Häuschen in Kalundborg gebucht – ungefähr 100 Kilometer westlich von Kopenhagen. Ein Ort, den vermutlich nicht mal Dänen auf Anhieb auf der Landkarte finden.

Während Camilla bereits seriöse Dinge in Kopenhagen tat (Meetings, Networking, etc.), planten Joiz – der haarige Teil des Teams – und ich einen Roadtrip, wie er im Buche steht. Am 12. März ging’s los. Bremen – der Ausgangspunkt. Unser erstes Ziel: Wischhafen. Warum? Weil man dort mit der Fähre nach Glückstadt übersetzen kann. Und wer könnte einem Ort widerstehen, der „Glück“ schon im Namen trägt?
Wir hatten Glück – ganz dem Ortsnamen entsprechend – und warteten nur 15 Minuten auf die Fähre. Die Überfahrt war grau, windig, kalt und somit absolut stilecht für Norddeutschland. Aber: Es gab die legendäre Bockwurst an Bord. Legendär, weil sie schon seit Jahrzehnten unverändert schmeckt – irgendwo zwischen Nostalgie und… naja, Bockwurst.

Weiter ging’s über Straßen, die man liebevoll als „ausgedehnte Bundesstraßen-Meditation“ bezeichnen könnte, bis nach Flensburg. Dort wollten wir ins Petuh Hotel einchecken, benannt nach den „Petuh-Tanten“. Diese Damen waren vor 100 Jahren die Influencer der Förde – stilvoll, wortgewandt und im Besitz von Dauerfahrkarten, der „Card passe partout“ für Ausflugsdampfer. Das auszusprechen, war für die norddeutsche Zunge jedoch zu anstrengend. Einfacher war dagegen „Petuh-Karte“, was den Frauen ihren Beinamen und dem Hotel seinen Namen einbrachte. Respekt.
Da der Check-In noch auf sich warten ließ, erkundeten wir die Stadt. Joiz war vor allem an Hafenlaternen und Möwenspuren interessiert, während ich mich an alten Schiffen, Fassaden und Fischbrötchen erfreute. Am Abend legte sich Joiz müde ins Hotelbett, während ich nebenan ein mazedonisches Festmahl bestellte, das vermutlich für eine vierköpfige Familie gedacht war. Mein Magen war tapfer.

Am nächsten Tag ging’s weiter nach Esbjerg – genauer gesagt zu Hero Camper, wo unser kleiner Robot-Trolley (R2D2s weniger ambitionierter Cousin) eine Reparatur benötigte. Die dänische Crew war so freundlich, dass ich kurz überlegte, einfach dort zubleiben. Nach 30 Minuten, einem neuen Circuit Board und einem frischen Napf Wasser für Joiz waren wir wieder fahrbereit. Weiterfahrt ins Herz von Dänemark: ein alter Gutshof bei Nyborg, heute ein charmantes Bed & Breakfast. Der Ort? Ruhig. Das Flair? Landidyll pur. Ich nippte an einem Rioja, während Joiz versuchte, eine Hofkatze zu hypnotisieren. Die Katze gewann.

Am Freitag dann das große Finale der Anfahrt: über die gigantische Storebæltsbroen, die stolze 1642 Meter lang ist – und trotzdem keine Möglichkeit bietet, anzuhalten um Fotos zu machen. Fotografenfrust pur, aber wir kamen heil in Kalundborg an. Natürlich zu früh, wie sich das für uns gehört. Zeit für eine Stadterkundung: Kalundborg – nichts Weltbewegendes, aber solide. Hübsch. Ordentlich. Dänisch eben.
Am Nachmittag dann der große Moment: Wir übernehmen unser Ferienhaus mit Meerblick, das ehrlicherweise so spektakulär ist, dass selbst die Sonnenuntergänge neidisch auf sich selbst wurden. Santorini-Vibes in Dänemark. Wer hätte das gedacht? Camilla stieß aus Kopenhagen zu uns, und mit dem Eintreffen von Gaby und Hund Dykie waren wir nun eine fröhliche Kombo aus drei Menschen, zwei Hunden und unzähligen Hundespuren auf dem Parkettboden.

Die nächsten Tage waren ein kleines skandinavisches Glück: Spaziergänge, Kaminabende, Kochen, Kopenhagen-Ausflug, Rotwein, Meeresrauschen, und Sonnenuntergänge, die sogar Instagram überfordern würden. Zu schnell kam das Ende. Auf dem Rückweg: nochmal Flensburg, diesmal mit Camilla. Noch mehr Sonne, noch mehr Petuh-Charme. Der letzte Abend? Austern, Scholle, Weißwein im Strandkorb auf der Terrasse des „Gosch Sylt“. Ein Abschluss wie aus einem nordischen Liebesfilm. Die Rückfahrt am Sonntag – mit Stop bei Freunden in Itzehoe und der Rückkehr über Glückstadt – fühlte sich fast zu ordentlich an. So deutsch. So rund.

Aber eines ist sicher: Der nächste Roadtrip ist schon geplant. Dann geht’s nach Rognan am Polarkreis, zum 50-jährigen Jubiläum des norwegischen Defender Clubs. Wenn das kein Abenteuer wird, weiß ich auch nicht.

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