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Der Sommer ist da. Endlich. Und zwar nicht nur laut Kalender, sondern in echt – mit Sonne, kurzen Hosen und dem ersten leichten Sonnenbrand. Der Campingplatz in Mora war zwar kein Fünf-Sterne-Resort, aber immerhin trocken, die Mücken hielten sich erstaunlich zurück, und Joiz konnte entspannt schnüffeln, ohne permanent um sein Leben zu wedeln. Also: Alles einpacken, Dachfenster zu, Kaffee in den Thermobecher – weiter geht’s Richtung Norden.

Delfine, Seeblick und Thai-Vibes in Lit

Nächster Stopp: Lit, rund 330 km entfernt, bequem über die E45 zu erreichen – einer Straße, die gefühlt direkt aus einem Bullerbü-Katalog stammt. Wälder, Wiesen, Seen, Elch-Warnschilder – alles da, alles schön. In Lit erwartete uns ein Campingplatz, der definitiv in Erinnerung bleibt: liebevoll geführt von einem schwedisch-thailändischen Paar, das seine ganz eigene Vorstellung von nordischer Campingsanitärkultur verwirklicht hat.

Das Waschhaus? Ein bunter Trip durch Bangkok, komplett mit Delfin-Wandbildern, rosa Handseife in Herzform und Lebensweisheiten à la „Enjoy Every Moment – Even on the Toilet“. Skurril, charmant, etwas schräg – genau unser Ding. Der Platz direkt am See war ruhig, Joiz war begeistert, und wir fühlten uns… wie auf Ayutthaya am See.

Von der Kurzstrecke zur Marathonetappe: Lit – Arvidsjaur

Eigentlich hatten wir für den nächsten Tag eine gemütliche Etappe nach Dorotea eingeplant – schlappe 150 km. Aber dann geschah, was auf Roadtrips so oft passiert: Eine App (in diesem Fall Park4Night flüsterte uns einen Tipp ein, der zu gut klang, um ihn zu ignorieren. Ein kleiner, ruhiger Platz auf einer Insel bei Arvidsjaur, umgeben von Wasser, Wald und Wildnis.

Also Plan über Bord geworfen, Navi neu eingestellt und 450 km nordwärts gerollt. Die Sonne schien, die E45 präsentierte sich von ihrer besten Seite, und nach knapp sechs Stunden glitten wir auf den Hof von Sjöstjärnans Camping ein. Gastgeberin Beatrice empfing uns mit einem Lächeln, das den Fahrtmarathon sofort vergessen ließ. Unser Stellplatz: erste Reihe direkt am See, mit zentraler Feuerstelle und entspannten Mücken (ja, auch die können sich benehmen). Das Lebensgefühl? Skandinavischer Seelenfrieden. Wir beschlossen spontan, einen weiteren Tag zu bleiben. Wenn’s läuft, dann läuft’s.

Grenzerfahrungen mit Aussicht: Auf nach Rognan

Am Sonntag, 13. Juli, hieß es dann: Auf zur finalen Nordetappe. Ziel: Rognan in Norwegen, wo das große Landrover-Treffen auf uns wartete. Die Route führte über die E95, vorbei an glasklaren Seen, durch tiefgrüne Täler und hinauf zu schneebedeckten Pässen. Der Moment, an dem wir den Polarkreis überquerten, war magisch – irgendwo zwischen Kanada-Feeling und Ikea-Katalog-Titelbild.

Die norwegische Grenze bei Graddis überquerten wir fast feierlich. Kein Ort, keine Tankstelle, kein Verkehr – nur Natur pur. Und plötzlich lag es vor uns: Rognan, eingebettet zwischen Fjord und Bergwelt. Nur – wo ist das Camp? Ah! Nicht auf dem Campingplatz, sondern – klar – auf dem kleinen Flugplatz der Stadt.

Also noch mal umgeparkt, vorbei an den ersten Landrovern und fünf blitzblauen ToiToi-Häuschen. Ich stellte mich hinter den markanten roten Lapp Expeditions Trailer von Jürgen aus Berlin, der sich später als irischer Pubmusiker herausstellen sollte. Joiz war sofort verliebt –vor allem in den Schattenplatz unter Jürgens Markise.

Landrover-Liebe, Lagerfeuer und Lucky Days

Ab Montag rollten mehr und mehr Landys auf das Flugfeld. Bald war die Obergrenze von 150 Fahrzeugen erreicht – mit vielen Fahrzeugeni aus Deutschland und der Schweiz. Schweden oder Finnen? Fehlanzeige. Wahrscheinlich zu beschäftigt mit Mittsommer.

Tagsüber: Exkursionen in die Umgebung, darunter eine Fahrt zu einer eindrucksvollen Stabkirche samt Führung durch eine lokale Produktionsstätte (Juklap Senf, anyone?). Abends: Grill, Lagerfeuer, Bier, Gespräche. Joiz pendelte zwischen mir und Jürgens Markise, als hätte er einen Schichtplan. Bingo und Quizrunden ab 20 Uhr? Nicht meins. Ich zog die irische Jam-Folksong-Session mit Jürgen vor.

Das Wetter? Traumhaft. 30 Grad tagsüber, 17 Grad nachts – wer hätte das nördlich des Polarkreises erwartet? Die mitgeschleppten Fleecejacken durften Urlaub machen.

Camilla landet, die Stimmung steigt

Am Donnerstag landete Camilla in Bodø, 90 km entfernt. Ich wählte die Route entlang des Fjords, spektakulär kurvenreich und panoramaverliebt. Der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt, war ein Pflichtstopp. Tosendes Wasser, leuchtend blauer Fjord, schneebedeckte Pässe – es war fast zu kitschig, um wahr zu sein.

Zurück in Rognan wurde das große Gruppenfoto gemacht – alle Fahrzeuge, alle Gesichter, alle glücklich. Am Sonntag, nach Ende des Treffens wechselten wir auf den städtischen Fjord-Campingplatz, direkt am Wasser. Camilla ging schwimmen, Joiz döste in der Sonne, ich las endlich mein Buch weiter. Entschleunigung pur.

Auf dem Rückweg: Donner, Thai-Food und Totalschaden

Der Rückweg begann – wie so oft – mit einem kurzen Schlenker zurück zu Sjöstjärnans Camping. Gleicher Platz, gleiche Seeruhe, diesmal 25 Grad Wassertemperatur. Für Angler und die Fische zu warm, für uns perfekt.

Nächster Halt: Dorotea. Zwei Dinge brannten sich ins Gedächtnis:

  1. Ein authentisch thailändisches Restaurant am Campingplatz (!).
  2. Ein Unwetter, das sich gewaschen hatte.

Innerhalb von Sekunden zerriss ein Sturm den Himmel, schleuderte mich samt Markise in die Luft (kein Scherz) und ließ die Markise als Trümmerhaufen zurück. Markise: Totalschaden. Fenster: kaputt. Stimmung: naja. Mit Gorilla Tape, Kabelbindern und Improvisationstalent brachten wir alles irgendwie wieder fahrbereit hin. Camping Survival 101.

Die Küste ruft – und Hero Camper hilft

Da ich auf dem Hinweg die E45 genommen hatte, entschieden wir uns jetzt für die Küstenroute. Zwischenstopp bei Snibbens Camping bei Ramvik – letzte freie Parzelle ergattert, Hochsaison lässt grüßen. Ich kontaktierte Hero Camper in Esbjerg (liegt auf unserer Route), und siehe da: Sie haben eine Markise auf Lager!

1.400 Kilometer später: Ankunft in Esbjerg. Der Platz schwimmt, es regnet aus Kübeln. Trotzdem: Am Mittwochmorgen geht’s zu Hero Camper. Dort werden wir herzlich empfangen, man verspricht uns Reparatur von Markise und Fenster noch am selben Tag. Währenddessen machen wir einen Ausflug ins charmante Ribe – älteste Stadt Dänemarks, traumhaftes Café, perfekter Cappuccino. Urlaub, wie er sein sollte.

Kurz vor Mittag: Camper repariert! Ein fettes Dankeschön an das Team von Hero Camper – besser geht’s nicht.

Heimspiel in Husum – und zurück nach Bremen

Letzte Nacht: Husum. Der Regen verabschiedet uns, am Morgen scheint die Sonne. Krabbenbrötchen und Kaffee am Hafen, dann zwei Stunden Warten auf die Fähre in Glückstadt. Und dann: Zurück in Bremen.

Fazit:

Über 6.000 Kilometer, 4 Wochen, 3 Länder, 1 zerfetzte Markise, 150 Landrover, 1 fliegender Mensch (ich), und jede Menge neuer Kontakte und ErfahrungenL.

Was bleibt?

  • Skandinavien rockt.
  • Camping ist Abenteuer mit Aussicht.
  • … und: Gorilla Tape und Kabelbinder können Leben retten 😀.

Ich würd’s sofort wieder tun. Vielleicht mit Ersatz-Markise. Und Windsack.

One Life. Live It!


Fazit:

6.000 Kilometer, 4 Wochen, 1 zerschossene Markise, 3 Länder, 100 Geschichten und 1 glücklicher Hund. Ich würd’s sofort wieder tun – aber nur mit Mückenspray, Ersatzmarkise und viel Gorilla Tape.

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